Was war doch gleich… Selbstwirksamkeit?

Selbstwirksamkeit bezeichnet eine individuell unterschiedlich ausgeprägte Überzeugung, die in jedem Kopf steckt und arbeitet. Die Überzeugung, dass man das, was man gerade macht oder machen möchte, auch wirklich machen kann! Selbstwirksamkeit bezieht sich also auf die Überzeugung, dass man fähig ist, etwas zu erlernen oder eine bestimmte Aufgabe auszuführen. Dieses Gefühl bezüglich der eigenen Fähigkeit beeinflusst die eigene Wahrnehmung, Motivation und Leistung auf vielerlei Weise.

Kinder fangen schon früh an, die eigene Selbstwirksamkeit zu erfahren, wenn sie erstmals entdecken, dass sie mit ihrem Verhalten andere beeinflussen können. Sie entdecken, dass ihr eigenes Verhalten in ihrer Umgebung etwas auslöst. Und auch – oder gerade, weil sie diese Reaktionen noch nicht ganz nachvollziehen können – fasziniert sie dieses Gefühl zutiefst.

Erste Erfahrungen der Selbstwirksamkeit sind bei kleinen Kindern besonders wichtig, da sie zunächst einmal vollkommen fremdbestimmt auf die Welt kommen. Die Erwachsenen entscheiden darüber, wann es was zu essen gibt, wann sie gewickelt werden, ob sie auf dem Arm genommen werden, wann es ins Bett geht. Die Erfahrung, etwas bewirken zu können, nicht einfach nur seiner Umwelt ausgeliefert zu sein, sondern diese beeinflussen und gestalten zu können, ist bedeutend für die Entwicklung des Kindes. Sie bildet die Grundlage für die Entwicklung von Autonomie und einer eigenen Identität.

Das Gegenteil der Selbstwirksamkeit ist die erlernte Hilflosigkeit.

Diese stellt sich ein, wenn sich Kinder nie Herausforderungen gegenübergestellt sehen und die Erwachsenen sämtliche Probleme fernhalten oder für sie lösen. Sie haben keine Möglichkeit, die Erfahrung zu machen, dass ihre eigene Anstrengung etwas bewirken kann. Außerdem müssen Kinder auch die Erfahrung machen, dass manche Dinge eben auch mal nicht funktionieren. Denn nur, wer lernt mit kleinen Frustrationen umzugehen, kann auch in Krisen besser reagieren.

Hilflosigkeit stellt sich außerdem ein, wenn Kinder erleben, dass sie Anforderungen nicht gerecht werden, unabhängig davon, wie sehr sie sich anstrengen. Eine grundlegende Verunsicherung und Resignation sind die Folgen dieser Erfahrungen. „Warum überhaupt etwas machen, wenn es doch sowieso zu nichts führt.“

Eigene Erfahrungen sind elementar für die Entwicklung der Selbstwirksamkeit !

Mit jeder Erfahrung lernt das Kind, die eigenen Fähigkeiten besser einzuschätzen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Anstrengung zu: Wenn sich ein Kind für das Erreichen eines Ziels anstrengen muss, erlebt es, dass es auch schwierige Herausforderungen bewältigen kann. Muss es sich für seine Erfolge nicht anstrengen, lernt es auch nicht, dass es sie durch eigenes Handeln beeinflussen kann.

Positive Vorbilder stärken die Selbstwirksamkeit

Im Übrigen stärken auch positive Vorbilder die Selbstwirksamkeit eines Kindes. Andere Kinder oder auch Eltern und Erzieher, die bei der Bewältigung schwieriger Aufgaben Mut zeigen, machen dem Kind deutlich, dass Selbstvertrauen Sicherheit gibt.

Das ist also Selbstwirksamkeit

Primär eine Überzeugung im Kopf, dass man mit seinen Handlungen erfolgreich sein kann. Die tatsächlichen Fähigkeiten spielen bei der Selbstwirksamkeit eher eine Nebenrolle. Wenn man das Gefühl hat – egal ob Kind oder Erwachsener – etwas bewirken zu können, dann wird man mit großer Wahrscheinlichkeit auch tatsächlich etwas bewirken!



Kennen Sie schon unsere Kita-Häppchen für Zwischendurch? Klein – schnell – leicht verdaulich…

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Scroll to Top