Was war doch gleich… Resilienz?

Resilienz bezeichnet die Widerstandskraft der Seele. Es handelt sich dabei um die Fähigkeit schwierigen Situationen und Herausforderungen standzuhalten. Resiliente Kinder können also besser mit Enttäuschungen, Problemen und Fehlschlägen umgehen. Nach Krisen oder starken Belastungen erholen sie sich schneller oder gehen gar gestärkt aus den Situationen heraus.

Resilienz ist nicht angeboren, sondern eher eine Fähigkeit, die man im Laufe seiner Entwicklung erlernen und stärken kann. Dabei hängt die Resilienzentwicklung stark von der Persönlichkeit und Umgebung eines Kindes, insbesondere den Bezugspersonen ab.

Diese sind einerseits Vorbilder für die Kinder. Gleichzeitig geben stabile emotionale Beziehungen dem Kind Sicherheit und Geborgenheit. Und selbst wenn dort auch nicht immer alles perfekt läuft, ist es wichtig für das Kind zu wissen, dass es sich auf sein soziales Netz verlassen kann, dass es dort Erwachsene gibt, die stabil und verlässlich für einen da sind.  

Schutz- bzw. Resilienzfaktoren

Diese stabilen Bindungen sind einer von mehreren Schutzfaktoren, die auch als Resilienzfaktoren bezeichnet werden. Sie fördern die Entwicklung von Resilienz und dienen als Schutz vor negativen Einflüssen. Negative Einflussfaktoren sind bspw. Trennungs- und Scheidungsprozesse, eine schwierige Beziehung zwischen den Eltern, eine Erkrankung des Kindes oder aber auch extreme Erziehungsstile, bzw. fehlende Struktur.

Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit

Eine positive Selbstwahrnehmung, das Selbstbewusstsein eines Kindes ist ein weiterer Schutzfaktor. Ein Kind, das seine Stärken und Schwächen kennt, kann diese gezielt einsetzen. Es versucht eigenständig und lösungsorientiert mit Herausforderungen umzugehen. Dabei stellt es sich bewusst den Problemen, um sie zu bewältigen. Die Überzeugung, dass es das schaffen kann, ist auf eine gut ausgeprägte Selbstwirksamkeit zurückzuführen.

Gefühlsregulation

Zudem ist es förderlich, wenn ein Kind gelernt hat, die eigenen Gefühle zu regulieren und damit emotionale Krisen zu bewältigen. Hier spielt auch mit hinein, dass ein Kind Wege findet, zeitweise mit Stress umzugehen und sich anschließend wieder zu entspannen. Darum ist es wichtig, negative Dinge nicht kategorisch von einem Kind fernzuhalten. Wie soll es sonst lernen mit Rückschlägen oder Niederlagen umzugehen?

Was kann man machen, um die Resilienz eines Kindes gezielt zu stärken?

Grundsätzlich ist es wichtig, an den Ressourcen des Kindes anzusetzen und nicht an dessen Defiziten. Das bedeutet, dass man die Stärken eines Kindes nicht nur erkennt, sondern auch an das Kind rückmeldet. Dadurch hat auch das Kind die Möglichkeit die eigenen Stärken sowie Fortschritte zu erkennen und zu reflektieren.

Natürlich gibt es im Kita-Alltag auch Momente, in denen ein Kind kritisches Verhalten zeigt. Wichtig ist dabei, dass stets das problematische Verhalten und niemals das Kind an sich kritisiert wird, da sich dies sonst negativ auf dessen Resilienz auswirkt.

Das ist also Resilienz!

Die Widerstandskraft eines Kindes, die Kraft mit schwierigen Situationen zurechtzukommen. Es resilientes Kind weiß, dass es über Kompetenzen verfügt, die es ihm ermöglichen, Ereignisse zu beeinflussen, bzw. zu bewältigen. Es hat ein positives Selbst- Welt- und Menschenbild, das es durch sein Leben begleitet.


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