Kind Hand in Hand mit Eltern

Was war doch gleich… Bildungs- und Erziehungspartnerschaft?

Bildungs- und Erziehungspartnerschaft bedeutet, dass die Kita und Eltern partnerschaftlich zusammenarbeiten. Klingt doch ganz simpel?!

Aber natürlich steckt ein bisschen mehr dahinter. Denn eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft trägt entscheidend dazu bei, dass die Kinder sich sicher fühlen. Diese Sicherheit macht sie offen, sich all den Dingen zuwenden zu können, die von ihnen entdeckt werden wollen.

Schauen wir uns doch einmal den Begriff Bildungs- und Erziehungspartnerschaft genauer an:
Bildungspartnerschaft stammt eher aus dem Feld der formalen Bildung und meint das Zusammenwirken von Kita und Elternhaus als wichtige Lernorte des Kindes.
Erziehungspartnerschaft bezieht sich auf die gemeinsame Verantwortung für das kindliche Wohl. Hier geht es um die Felder der Erziehung, Förderung und Betreuung.

Die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft ist gesetzlich verankert. Laut SGB VIII sind Kindertageseinrichtungen dazu verpflichtet, bei der Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgaben eine enge Kooperation mit den Eltern zu suchen und sie an Entscheidungen in wesentlichen Angelegenheiten der Kita zu beteiligen.

Wer ist verantwortlich für eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft?

Natürlich sollte es im Interesse der Eltern liegen, eine gute Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zu gestalten. Trotzdem nehmen Eltern als Privatpersonen aus freiwilliger Entscheidung an kooperativen Prozessen teil. Im Gegensatz dazu hat das pädagogische Personal die professionelle Verpflichtung, die Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zu stärken.
Daraus geht auch hervor, dass die Fachkraft in ihrer Berufsrolle die Verantwortung für eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft trägt. Sie ist verantwortlich für die Qualität der pädagogischen Arbeit – und damit auch für das Wachstum der konstruktiven Bildungs- und Erziehungspartnerschaft.

Wie genau kann man sich das in der Praxis vorstellen?

Grundsätzlich geht es bei der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft weniger um das Abarbeiten bestimmter Aufgaben, als vielmehr um eine innere Haltung.
Es geht um eine Haltung, die die gemeinsame Verantwortung für das Kind als selbstverständlich sieht. Sie ist geprägt von Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung – und dem Bewusstsein, dass man durchaus verschiedene Perspektiven auf das Kind hat und haben kann. Perspektiven, die sich nicht widersprechen, sondern ergänzen.
Denn bei aller Betonung der Partnerschaftlichkeit nehmen Eltern und pädagogische Fachkräfte unterschiedliche Rollen für das Kind ein und haben vor allem auch unterschiedliche Erfahrungen und Motivationen.

Fachkräfte und Eltern sind Experten!

Während Eltern die Experten für ihr Kind im Speziellen sind, sind Fachkräfte die Experten für die kindliche Entwicklung und Bildung im Allgemeinen. Und es ist wichtig, diese Asymmetrie anzuerkennen. Es darf nicht darum gehen, im Diskurs eine Einigung zu erzwingen oder Machtverhältnisse auszuspielen.
Denn das Ziel ist vielmehr, in einem intensiven Dialog beständig Erfahrungen und Informationen auszutauschen und abzugleichen! Anzustreben ist eine Partnerschaft, bei der sich Familie und Kindertageseinrichtung füreinander öffnen, ihre Erziehungsvorstellungen austauschen und zum Wohl der ihnen anvertrauten Kinder kooperieren.

So sieht es aus – das steckt hinter dem Begriff Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Wir hoffen diese Erklärung hat bei Ihnen für mehr Klarheit gesorgt. Vielleicht sind Sie ja auch das nächste Mal dabei!


Ein Video zu diesem Thema finden Sie auf unserem YouTube-Kanal!


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