Digitale Dokumentation

systematische Beobachtungsverfahren, Portfolio und freie Dokumentation in Krippe, Kindergarten und Hort

Der Stellenwert der Dokumentation ist bei den meisten Erziehern und Erzieherinnen durchaus recht hoch. Jedoch merkt man, dass häufig einfach zu wenig Zeit bleibt. Digitale Dokumentation ermöglicht durch vereinfachte Arbeitsschritte eine enorme Zeitersparnis.

Paula hat zum ersten Mal die Krippen-Tür allein geöffnet. Das wäre ein echt toller Portfolio-Eintrag. Gianluca interessiert sich seit drei Tagen plötzlich intensiv für alle Ziffern, die er im Kindergarten entdeckt. Wäre gut, das aufzugreifen, oder? Luise kann noch immer kein "sch" sprechen. Ob das für ihr Alter normal ist… 

Warum soll man in der Kita dokumentieren?

Beobachtung und Dokumentation sind in Krippe, Kindergarten und Hort von hoher Bedeutung. Sie bilden die Basis für professionelles pädagogisches Handeln. Aufgrund von Beobachtungen kann die Fachkraft jedes Kind in seiner individuellen Entwicklung wahrnehmen und seine aktuellen Bedürfnisse erkennen. Hierdurch können die entdeckten Themen der Kita-Kinder aufgegriffen und Bildungsprozesse angeregt werden.

Beobachtungen sind Ausgangspunkt für pädagogische Angebote. Die Dokumentation dient der dauerhaften Abbildung der Entwicklung. Sie unterstützt die qualitative Ergebnissicherung und Reflexion. Darüber hinaus können die Kinder selbst ihre Entwicklung nachvollziehen und mitgestalten, indem sie eigene Bildungsprozesse realisieren.

Das Tun im Kita-Alltag wird sichtbar und das Vertrauen der Eltern somit größer. Unter dem Strich lohnt es sich also, Ereignisse aus dem Leben in der Kindertagesstätte gut nachvollziehbar darzustellen. Inzwischen gibt es auch viele Apps und Softwareanbieter, die die pädagogische Dokumentation erheblich erleichtern können.

Verschiedene Formen von Entwicklungsdokumentation in Krippe, Kindergarten und Hort

Je nachdem, in welchem Bundesland der Kindergarten, die Krippe oder der Hort ist, gibt es Vorgaben zur Beobachtung und Dokumentation. Darum wird in den meisten Kitas eine regelmäßige und gezielte Beobachtung nach einem bestimmten Schema durchgeführt. Es ist außerdem wichtig, dass das gewählte Verfahren zur Konzeption der Einrichtung passt. Dementsprechend ist die Verwendung von Beobachtungsverfahren in der Praxis sehr vielfältig. Insgesamt gibt es viele verschiedene Methoden zur Beobachtung und Dokumentation – sowohl in herkömmlicher als auch in digitaler Form. Die Vorteile der einzelnen Verfahren liegen zum Teil auf der Hand. Trotzdem sollte man darüber nachdenken, welcher Zweck sich mit welchem Mittel am besten verfolgen lässt. 

Digitale Dokumentation in fünf Minuten!

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Beispiele für digitale Dokumentation

Systematische Beobachtungsverfahren digital gedacht

Hierzu zählen beispielsweise Verfahren wie Meilenstein-Dokumentationen und standardisierte Beobachtungsbögen. Dadurch erhalten Erzieher und Erzieherinnen eine Hilfestellung, den Entwicklungsstand von Kindern zu erfassen. In der Auswertung kann gegebenenfalls auch der Förderbedarf eines Kindes aufgedeckt werden. Beim Einsatz von digitaler Dokumentation liegt der Vorteil eindeutig in der übersichtlichen und einfachen Nutzung. Und auch Rechenfehler gehören der Vergangenheit an!

Digitale Portfolio-Dokumentation

Auch Portfolios können digital erstellt werden. Das macht vor allem Sinn, wenn individuelle Interessen von Kindern im Mittelpunkt stehen. Hier werden Dokumente, Fotos und Texte gesammelt, die die kindliche Entwicklung darstellen. In digitalen Helfern findet man tolle Portfolio-Vorlagen. Die Bedienung funktioniert einfach und intuitiv.

Zum einen ist der Vorteil von digitalen Portfolios, dass die Dokumentation alltagsintegriert stattfinden kann. Zum anderen kann man gemeinsam mit dem Kind dokumentieren. Nebenher wird so auch die Medienkompetenz des Kindes gefördert, zumal es Tablet oder PC in diesem Zusammenhang als Werkzeug begreift. Bei der digitalen Dokumentation besteht damit die Möglichkeit, direkt Themen und Bedarfe des einzelnen Kindes aufzudecken.

Freie digitale Dokumentation

Während sowohl standardisierte Beobachtung als auch Portfolioarbeit zu bestimmten Zwecken sinnvoll ist, kann es auch Anlässe für eine freie Dokumentation geben. Erstens kann man hiermit den Kita-Alltag festhalten, sodass die Kinder sich an Erlebtes erinnern. Zweitens gewährt man den Eltern dadurch einen Einblick. Und Sichtweisen von Kindern werden dann umso mehr deutlich, wenn sie selbst von ihren Erfahrungen erzählen. Dies kann ganz leicht digital, zum Beispiel mit Videos oder Sprachaufnahmen geschehen.

Digitale Dokumentation im Kita-Alltag

Digitale Dokumentation erweitert die Möglichkeiten

Beobachtungen zu dokumentieren ist im Alltag nicht immer leicht möglich. Die Zeit der Erzieherinnen und Erzieher ist oft begrenzt und so wird Dokumentation häufig als geradezu lästig empfunden. Setzt man jedoch digitale Möglichkeiten ein, wird es leichter, im Alltag zu dokumentieren. Und je nachdem, welche Methode man einsetzt, kann man die Kinder prima mit einbeziehen.

Gerade die digitalen Medien können sich schließlich in der Krippe, im Kindergarten und ihm Hort als echte Helfer entpuppen. Vorausgesetzt, sie werden überlegt genutzt. So ist es eine große Zeitersparnis, standardisierte Beobachtungsbögen wie beispielsweise seldak, perik, sismik, liseb und BaSiK digital auszuwerten. Wegen ihrer einfachen Handhabung sind außerdem digitale Vorlagen für die Portfolioarbeit hilfreich. Sprach- und Videosequenzen dienen der dauerhaften und eindrucksvollen Darstellung der kindlichen Entwicklung.

Auch wenn digitale Dokumentation in der Kita noch etwas ungewohnt zu sein scheint, lohnt es sich, mit dem Team darüber nachzudenken! Als Unterstützung gibt es zu diesem Thema auch verschiedene Fortbildungsmöglichkeiten für Erzieher. 

Sie suchen zum Thema "digitale Dokumentation" eine Weiterbildung für Kindergarten, Krippe und/oder Hort?

Dann empfehlen wir Ihnen unseren Kurs Dokumentation digital gedacht! 

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